Archiv für Februar, 2011

Autos im Gewitter und HagelWenn plötzlich Hagelkörner in Golfballgröße auf die Straße prasseln oder schwere Gewitter über die Landschaft ziehen, kann überlegtes Verhalten im Straßenverkehr das Leben retten und schlimmere Schäden verhindern. Damit die Fahrer samt Fahrzeug unbescholten die Naturgewalten überstehen, gibt es einige Verhaltensregeln, die leicht zu befolgen sind. Weiterlesen

Der-Autofrühling-TippsEin regelmäßiges Putzen und Pflegen erhält den Wert eines Autos. Ganz besonders nötig hat das Fahrzeug diese Pflege aber nach dem Winter, wenn Schnee, Kälte, Streusalz und Split ihm mächtig zugesetzt haben. Da hilft nur ein Frühjahrsputz um das Fahrzeug innerlich und äußerlich wieder herzustellen. Weiterlesen

Autofahren im HerbstMit dem Herbst kommt wieder die dunkle Jahreszeit über das Land mit seiner Nässe, dem Nebel, der Straßenglätte und dem Wildwechsel. Buntes Laub bedeckt jetzt die Straßen, was sich zu reinsten Rutschbahnen entwickeln kann. Deshalb sollten Autofahrer sich und ihrem fahrbaren Untersatz rechtzeitig gut auf diese Zeit vorbereiten.

Als allererstes sollte in dieser dunklen Zeit für eine gute Sicht gesorgt werden. Bei einer sauberen Windschutzscheibe entstehen keine störenden Reflexionen wie zum Beispiel durch das Licht der entgegenkommenden Fahrzeuge. Damit die Scheiben von außen immer gut gereinigt sind, sollte der Fahrer für einen vollen Behälter der Scheibenwaschanlage sorgen. Und damit dieser nicht bei dem ersten Frost einfriert, sollte der Zusatz mit Scheibenfrostschutz versehen werden. Scheibenwischer sorgen für eine gute Sicht, deshalb ist ein Wechsel notwendig, wenn die Gummis beschädigt sind oder Schlieren ziehen. Hat der Fahrer jetzt eine gute Sicht muss er jetzt auch im Dunkeln gut sehen und gesehen werden. Deshalb sollte eine Kontrolle der Beleuchtung  nicht in Vergessenheit geraten. Viele Fachwerkstätten bieten im Herbst einen kostenlosen Lichttest an. Neben einer allgemeinen Funktionsüberprüfung wird auch die Einstellung der Scheinwerfer kontrolliert. Auch eine Überprüfung der Kühlflüssigkeit sollte auf dem Programm stehen, damit diese bei der bevorstehenden bitteren Kälte nicht gefriert. Eine gut funktionierende Batterie ist in dieser Jahreszeit unentbehrlich. Denn schwächelt sie bereits bei der geringen Kälte im Herbst, wird sie höchstwahrscheinlich den Winter nicht überleben. Deshalb sollte sie rechtzeitig überprüft und gegebenenfalls ausgetauscht werden. Ein Starthilfekabel in dieser Jahreszeit im Fahrzeug mitzuführen, kann sich eventuell bezahlt machen. Für den anschließenden Winter kann der Fahrer Eiskratzer und Schneefeger im Auto deponieren sowie den Türschlossenteiser parat legen. Damit die Türgummis im bevorstehenden Winter nicht festfrieren, sollten diese mit besonderen Pflegemitteln winterfest gemacht werden. Ein wichtiger Punkt ist im Herbst der Reifenwechsel. In Deutschland gibt es seit dem 04.12.2010 die Winterreifenpflicht. Damit man nicht vom ersten Schnee überrascht wird, sollte hierfür rechtzeitig ein Termin in der Fachwerkstatt gemacht werden. Fahrer, die im Winter weiterhin ihr Cabrio fahren, sollten im Herbst rechtzeitig an die Montage des Hardtops denken.

Neben diesem gründlichen Technik-Check gibt es natürlich auch andere wichtige Sachen, die Autofahrer in dieser trüben Jahreszeit zu beachten haben. Da wäre der für den Herbst typische Nebel. Generell sollte bei diesem Wetter die Beleuchtung des Fahrzeuges in Betrieb sein. Bei Sichtverhältnissen unter 50 m darf die Fahrgeschwindigkeit nicht schneller als 50 km/h betragen. Außerdem sollte der Fahrer die Nebelschlussleuchte einschalten. Nicht zu vergessen ist auch das viele nasse Laub auf den Straßen oder die Erde, die von den landwirtschaftlichen Fahrzeugen auf die Straße gefahren wird. Kommt zu diesen beiden Situationen noch Regenwetter, ist ein Rutschen vorprogrammiert. Autofahrer sollten deshalb in beiden Fällen langsam und vorsichtig fahren. Kräftige Stürme gehören auch zum herbstlichen Wetter. Leider werden durch den Wind Äste auf die Straße und auf die Autos geweht. Deshalb sollte speziell auch während der Dunkelheit achtsam gefahren werden. Zu aller Letzt muss zu dieser Jahreszeit noch mit vermehrtem Wildwechsel gerechnet werden. Autofahrer sollten auf Warnschilder achten, die Geschwindigkeit anpassen und nach Möglichkeit dem Wild nicht unkontrolliert ausweichen. Ein Ausweichen kann gefährlicher enden als ein Zusammenprall mit dem Wild

Bei den Unterhaltskosten eines Kraftfahrzeuges gehört der Sprit zu den höchsten Aufwendungen, die ein Fahrzeughalter hat. Gerade Fahrer von Fahrzeugen, die Superbenzin tanken, müssen bei einer Tankfüllung immer tief in die Tasche greifen. Aber für die Fahrer gibt es Möglichkeiten ein wenig Geld zu sparen, indem sie entweder das Auto öfters mal stehen lassen oder ihre Fahrweise ändern und dabei Spritsparen.

Es gibt viele Faktoren, die den Spritverbrauch des Fahrzeuges beeinflussen, wie zum Beispiel der Fahrstil. So sollte der Fahrer beim Anlassen des Motors nicht unnötig Gas geben, sondern einfach losfahren. Im Straßenverkehr, wie vor Ampeln oder zur Rush-Hour, kann der Fahrer durch vorausschauendes Fahren, rechtzeitiges vom Gas gehen und Ausnutzung der Motorbremswirkung einiges an Kraftstoff sparen. Richtig schalten ist in diesem Zusammenhang auch sehr wichtig. Unnötige Beschleunigungsvorgänge sollten vermieden werden. Ein „Mitschwimmen“ mit dem Verkehrsstrom kostet nicht so viel Kraftstoff. Bei längeren Standzeiten, wie vor Bahnübergängen, kann mit dem Abstellen des Motors auch einiges gespart werden. Auch auf der Autobahn kann der Fahrer viel für seinen Geldbeutel tun. Statt die Tachonadel ständig im Höchstgeschwindigkeitsbereich zu halten, sollte er eine humane konstante Geschwindigkeit beibehalten. Ein schonender Fahrstil verlangt dem Fahrzeug nicht so viel Leistung ab und verbraucht auch nicht so viel Kraftstoff.

Auch der richtige Reifendruch spielt beim Spritsparen eine wichtige Rolle. Ist der Reifendruck zu niedrig, steigt der Rollwiderstand des Reifens und damit der Verbrauch. Aber nicht nur der Luftdruck der Reifen hat Einfluss auf den Verbrauch, auch die Anzahl der eingeschalteten elektrischen Verbraucher im Fahrzeug. Die Klimaanlage oder die Sitzheizung verbrauchen viel Strom, was auch einen hohen Spritverbrauch bedeutet. Ebenso schlägt sich eine schwere Beladung des Fahrzeuges auf den Verbrauch nieder. Deshalb sollte die Ladung nicht länger als notwendig im Wagen verbleiben. Hin und wieder ist ein hoher Kraftstoffverbrauch auch auf eine falsche Motoreinstellung zurückzuführen. Deshalb ist eine regelmäßige Wartung unabdingbar. Denn neben der Einstellung gibt es weitere Faktoren, die den Verbrauch beeinflussen können, wie zum Beispiel ein verstopfter Luftfilter oder abgenutzte Zündkerzen. Lohnenswert ist auch der Einsatz von Leichtlaufölen. Veränderungen, die das Fahrzeug sportlicher wirken lassen, wie zum Beispiel Breitreifen oder Spoiler erhöhen leider auch den Verbrauch.

Weitere Tipps für Spritsparer sind u. a. das Vermeiden von Kurzstreckenfahrten, das Bilden von Fahrgemeinschaften, die Nutzung von Park & Ride, die Vermeidung von Fahrten zur Rush-Hour und die Nutzung von günstigen Tankstellen.

Befolgt ein Fahrer gewissenhaft einiger dieser Ratschläge, kann er seinen Spritverbrauch um einiges senken und hierbei viel Geld sparen. Um aber eine Vergleichsmöglichkeit zu haben, ob die Spritspartipps fruchten, sollte zuvor der gegenwärtige Kraftstoffverbrauch ermittelt werden. Hierzu sollte der Fahrer den Wagen volltanken und hiernach sofort den Tageskilometerzähler auf Null stellen. Nun kann er den Tank leerfahren bis er ungefähr nur noch ein Viertel voll ist. Beim nächsten Tankstopp sollte er die gefahrenen Kilometer ablesen und erneut volltanken. Hierbei notiert sich der Fahrer die Menge der getankten Liter. Jetzt errechnet sich der Verbrauch wie folgt: Die Zahl der getankten Liter multipliziert man mit 100. Das Ergebnis wiederum teilt man durch die gefahrenen Kilometer und schon hat man den aktuellen Verbrauch des Fahrzeuges in Litern pro 100 Kilometer.

Sollte dem Fahrer ein deutlich hoher Verbrauch auffallen, sollte er eine Fachwerkstatt aufsuchen, denn in diesem Fall könnte auch ein Leck die Ursache sein.

Die richtige Reifenwahl richtet sich nach den Anforderungen oder Einsatzbedingungen, die der Fahrer an das Kraftfahrzeug stellt. Gewisse Reifenbreiten sind allerdings vom Hersteller vorgegeben. Im Fahrzeugschein findet man meist mehrere Reifengrößen angegeben, mit denen das Fahrzeug zugelassen wurde. Welche Reifenbreite die optimale ist, muss jeder Fahrer individuell entscheiden.

Schmalere Reifen zum Beispiel entwickeln durch ihre kleinere Fläche, die die Straßenoberfläche berührt eine bessere Bodenhaftung. Dadurch können diese Reifen im Winter tiefer und kräftiger in den Schnee greifen, was das Fahren durch Neuschnee oder Schneematsch vereinfacht. Denn je schmaler der Reifen ist, desto leichter fährt das Fahrzeug durch den Schnee. Das ist nicht nur bei schneebedeckten Straßen so. Auch durch Wasser auf der Fahrbahnoberfläche fährt ein schmaler Reifen besser, das senkt auch das Aquaplaning-Risiko. Schmalere Exemplare haben zudem einen geringeren Rollwiderstand. Dadurch ist natürlich der Kraftstoffverbrauch deutlich geringer, was wiederum die Umwelt schont. Die schmaleren Reifen federn weiterhin das Auto besser ab und auch die Fahrgeräusche sind wesentlich leiser. Schneeketten können zuweilen nur auf schmaleren Exemplaren montiert werden. Ferner sind sie dazu günstig in der Anschaffung. Schmale Reifen haben allerdings auch Nachteile, denn sie haben einen längeren Bremsweg. Auf vereisten oder schneebedeckten, trockenen oder nassen Straßenoberflächen ist das Bremsen mit schmalen Reifen schlechter als mit breiten. Daneben ist die Kurvenhaftung nicht so gut wie bei den breiten Exemplaren. Und verfügt man über ein Fahrzeug mit einer hohen Leistung, kann beim starken Beschleunigen schon einmal die Traktion verloren gehen. Zu den Nachteilen der breiteren Reifen gehört sicherlich die teure Anschaffung, der hohe Kraftstoffverbrauch durch den höheren Rollwiderstand und die etwas lauteren Fahrgeräusche. Liegt Neuschnee oder Schneematsch auf der Straße, müssen sich breite Reifen eine größere Spur bahnen. Hierbei entsteht ein hoher Widerstand. Aber bei einer festgefahrenen Schneedecke haben breitere Reifen wiederum eindeutige Vorteile. Breite Reifen haben auch weitere Vorteile. Abgesehen von der sportlichen Optik punkten sie klar beim Bremsen. Der Bremsweg ist wesentlich kürzer als bei den schmalen Reifen. Weiterhin kann die breite Version gute Fahreigenschaften auf nasser und trockener Fahrbahn vorweisen. Die breitere Version braucht sich hinter den schmalen Exemplaren nicht verstecken. Denn je breiter der Reifen desto mehr verbessern sich die Fahreigenschaften, auf trockener und nasser Fahrbahn die Lenkpräzision sowie der Fahrspurwechsel, der Lastwechsel und die Sportlichkeit.

Leider gibt es keine Reifen, die für jeden Zustand der Straßenoberfläche geeignet sind. Jeder Fahrer muss für seine Bedürfnisse den richtigen Kompromiss finden. Weiterhin gibt es keinen Grund die Reifengröße saisonal zu ändern. Kostengünstiger ist sicherlich die schmalere Version.

Viele Reifenhändler bieten heutzutage Reifenfüllungen mit Stickstoff an. Stickstofffüllungen sollen einen schnellen Luftverlust des Reifens verhindern. Durch den gleichbleibenden stabilen Druck im Reifen ergeben sich eine längere Laufleistung der Reifen sowie einen geringerer Kraftstoffverbrauch. Durch den gleichbleibenden Druck entsteht auch eine geringere Wärmeentwicklung, was die Stabilität des Reifens erhöht und das Unfall- und Pannenrisiko verringert. Eine Befüllung der Reifen ohne Sauerstoff soll die Fahreigenschaften verbessern und durch die bessere Stoßaufnahme den allgemeinen Lauf der Räder ruhig werden lassen. Ferner kann Felgen- und Ventilrost vermieden werden sowie eine Oxidation der Reifenkarkasse. Weiterhin soll die Fähigkeit der Runderneuerung besser sein und die Reifenbrandgefahr, da Stickstoff nicht brennt, kann ausgeschlossen werden.

Noch vor dem Jahr 2000 wurde das Gas Schwefelhexafluorid (SF6) für die Befüllung von Reifen eingesetzt. Das umstrittene Gas fördert den Treibhauseffekt, ist umweltschädlich und wurde vor Jahren zur Befüllung von Reifen verboten. Gegenwärtig nutzt man Stickstoff als Reifengas. Es wird aus Luft gewonnen und ist daher völlig unbedenklich. Für Menschen ist Stickstoff nur giftig, wenn sich eine größere Menge des Gases in kleinen Räumen befindet. Da Stickstoff Sauerstoff verdrängt besteht die Gefahr der Erstickung, deshalb sollte man immer für eine gute Belüftung sorgen. Stickstoff als Alternative zur normalen Druckluft ist zu 78 % in unserer Umgebungsluft enthalten. Bei diesem farb- und geruchlosen Gas handelt es sich auch um ein nicht brennbares Gas. Ein Gas, welches sogar brennende Flammen erstickt. Deshalb kommt Stickstoff als Reifenfüllung im Motor- und Radsport, bei Gefahrengut-Transporten, in der Luftfahrt oder im Bergbau zum Einsatz. Dadurch wird die Gefahr einer Brandentwicklung und Brandförderung bei einem Reifenplatzer verkleinert. Auch die Selbstentzündung des Reifens durch Minderdruck oder ähnlichem kann durch dieses Gas verhindert werden. Eine Anwendung von Stickstoff für die normale Reifennutzung ist nicht erforderlich.  Ziel der Reifenhersteller ist sicherlich Reifen anbieten zu können, die eine hohe Laufleistung besitzen sowie einen maximalen Nutzwert. Hierfür ist eine regelmäßige Wartung notwendig. Für den Fahrer bedeutet das eine regelmäßige Kontrolle des richtigen Reifendrucks unabhängig mit welcher Füllung. Auch wenn mit Stickstoff gefüllte Reifen einen geringeren Druckverlust vorweisen können, bewahrt die Füllung den Reifen nicht vor absoluten Druckverlust. Nageleinstiche, undichte Felgen oder Ventile, Undichtigkeiten zwischen Wulst und Felgen oder ähnliches sorgen auch bei mit Stickstoff gefüllten Reifen mit der Zeit für einen Minderdruck. Der Fülldruck der Reifen muss auch bei Stickstoff regelmäßig kontrolliert werden, denn ein Betreiben mit Minderdruck schädigt die Reifen. Stickstoff gefüllte Reifen können durchaus mit normaler Druckluft nachgefüllt werden. Allerdings mindert das die Qualität, weil dadurch Sauerstoffanteile in der Füllung sind.

Zur Überprüfung des Reifendrucks bei Fahrzeugen kommen heutzutage Reifendruckkontrollsysteme zum Einsatz. Hierdurch soll die Anzahl der Unfälle, verursacht durch fehlerhafte Reifen, reduziert werden. Denn fährt ein Fahrzeug kontinuierlich mit zu geringem Reifendruck, führt die Belastung an den Reifenflanken, zu einen erhöhtem Verschleiß. Dieser geschwächte Reifen kann dann im schlimmsten Falle bei hoher Beschleunigung platzen. Dieses schlimme Szenario muss nicht zwangsläufig  passieren. Rechnen muss der Fahrer allerdings mit einem erhöhten Benzinverbrauch sowie einer verkürzten Lebensdauer des Reifens. Bei den Reifendruckkontrollsystemen unterscheidet man zwischen direkten und indirekten Systemen.

Bei direkten Systemen ist ein Sensormodul mit Drucksensor an jedem Reifen des Fahrzeuges montiert. Dieses Sensormodul übermittelt Daten, wie Reifendruck und Reifentemperatur, weiter an ein Steuergerät. Dieses Steuergerät wertet die Daten aus und erkennt den Druckverlust eines einzelnen Reifens sowie auch langsame Druckverluste in allen Reifen. Fällt der Reifendruck unter einen festgelegten Wert, erfolgt eine Warnung für den Fahrer in Form eines optischen oder akustischen Signals. Bei manchen Systemen kann der Fahrer den aktuellen Reifendruckwert fortwährend auf einer Anzeige sehen oder sich ihn per Knopfdruck anzeigen lassen. Befestigt werden die Sensormodule am Reifenventil. Den notwendigen Strom bezieht das Modul von einer eigenen Batterie. Vorteile des direkten Systems sind, dass sie präzise und real den Reifeninnendruck und die Temperatur messen. Nachteilig gegenüber den indirekten Systemen sind sicherlich die Kosten und die Lebensdauer, welche von der Leistung der Batterie abhängig ist. Weitere Nachteile sind zum Beispiel, dass für den Einbau der Sensoren, die Reifen demontiert werden müssen. Deshalb ist es ratsam den Einbau im Zusammenhang mit dem Montieren neuer Reifen zu erledigen, weil die Reifen hierfür neu ausgewuchtet werden müssen. Umständlich ist auch ein Batteriewechsel, welcher ein Abziehen des Reifen von der Felge nötig macht. Eine einfache preisgünstige Variante von direkt messenden Systemen sind spezielle Ventilkappen. Sie werden auf das Ventil geschraubt und zeigen bei Minderdruck eine optische Warnung, welche aber nur direkt am Ventil zu erkennen ist. Während der Fahrt bekommt der Fahrer keinerlei Informationen. Durch das Anzeigen des Luftdrucks am Ventil vereinfachen sie dem Fahrer die Luftdrucküberprüfung.

Das indirekte System kann den exakten Reifendruck nicht erkennen. Das System erkennt einen Reifendruck oder einen Druckverlust über die Drehzahl der Räder. Dazu wird die Raddrehzahl der einzelnen Räder miteinander verglichen. Wird der Durchmesser eines Reifens durch Druckverlust kleiner, verringert sich auch der Abrollumfang. Dadurch steigt die Umdrehungszahl des Reifens an, was wiederum vom Steuergerät des Überwachungssystems erkannt wird. Stellt das Steuergerät jetzt also so eine Drehzahlabweichung eines Rades fest, wird der Fahrer gewarnt. Dieses System braucht keine zusätzlichen Bauteile. Informationen über die Drehzahl der Räder werden über das Antiblockiersystem (ABS) bzw. das elektronische  Fahrstabilitätsprogramm (EPS) erfasst. Zusätzliche Kosten, wie bei dem direkten System für Batterie- oder Sensorwechsel sowie einer Umbereifung fallen nicht an. Einen gleichmäßigen Luftverlust an allen Reifen kann das System nicht wahrnehmen. Damit indirekte Systeme fehlerfrei arbeiten, muss bei einer Luftdruckveränderung oder bei einer Montage von neuen Reifen der Reset-Knopf gedrückt werden. Durch das Drücken dieser Funktion beobachtet das System auf den nächsten Kilometern die Raddrehzahlen und Frequenzen und speichert diese Daten ab. Anschließend werden diese Werte fortwährend mit den neu gemessenen Daten verglichen. Tritt eine Veränderung auf, wird der Fahrer gewarnt.

Der Fahrer sollte am besten seine Reifen immer im Blick haben und in gewissen Abständen den Reifendruck überprüfen. In der Tankklappe sowie in der Fahrzeug-Bedienungsanleitung findet der Fahrer den vorschriftsmäßigen Wert für den Druck seiner Reifen.

Die meisten Autoschlüssel heutzutage sind Funkschlüssel. Sie sind in der Lage die Türen des Fahrzeuges mechanisch oder per Funksignal zu öffnen bzw. zu schließen, sie schützen das Fahrzeug durch die Alarmanlage und der Wegfahrsperre gegen Diebstahl, haben eine exzellente Reichweite, sind zuverlässig, kostengünstig und können einen niedrigen Stromverbrauch vorweisen. Doch diese moderne und bequeme technische Entwicklung hat im Bereich der Sicherheit so seine Schwachstellen.

Und diese haben auch die Autodiebe entdeckt. Durch das Belauschen des gesendeten Funksignals vom Schlüssel zum Fahrzeug mittels Antenne, sind sie in der Lage am Computer mit den abgefangenen Daten eine exakte Kopie zu erstellen. Mit diesem nachgebauten Schüssel können die Diebe ohne Einsatz von Gewalt die Türen des ausgewählten Fahrzeuges öffnen und ohne weitere Spuren zu hinterlassen sich frei am Eigentum des Fahrzeughalters bedienen. Weiterhin sind Autodiebe auch in der Lage die Fernbedienung ganz außer Betrieb zu setzen. Der Fahrer kann dies am Fehlen des Schließgeräusches sowie am fehlenden Aufblinken der Lichter erkennen. Haben die Diebe erst einmal den Code zum Öffnen des Fahrzeuges, nützt auch das mechanische Verriegeln nichts mehr. In so einem Fall darf der Fahrer das Fahrzeug nicht mehr alleine lassen und sollte den Parkplatz mit dem Fahrzeug verlassen. Generell sollte der Fahrzeughalter keine wertvollen Gegenstände im Auto lassen, die die Neugierde eines Diebes erwecken könnte. Um sicher zu gehen, dass ein Abfangen des Funksignals ausgeschlossen ist, sollte der Fahrer ganz auf die Bedienung des Funkschlüssels verzichten und nach althergebrachter mechanischer Methode das Auto verschließen. Doch eine stärkere Verschlüsselung der Daten und technische Weiterentwicklung soll das Knacken des Codes für Unbefugte zukünftig verhindern. Mittlerweile gibt es schon Autoschlüssel, die einem kleinen Mini-Computer entsprechen auf denen von Kilometerstand bis zur Fahrgestellnummer alle wichtigen Daten gespeichert werden.

Die modernen Fahrzeuge sind meist mit den „Keyless Entry“-System ausgestattet. Bei dieser Variante muss der Fahrer nur noch einen kleinen Schlüsselanhänger bei sich tragen. Kommt er mit diesem Anhänger in die Nähe des Fahrzeuges öffnen sich die Türen automatisch ohne Betätigung der Fernbedienung. Einen Schüssel gibt es nicht mehr und so wird der Wagen per Knopfdruck gestartet. Das Signal, das das Auto zum Schlüsselanhänger sendet hat nur eine kurze Reichweite. Autodiebe haben aber eine Möglichkeit gefunden dieses Signal mit Hilfe von zwei Antennen vom Schüsselanhänger des Halters und dem Fahrzeug  zu verlängern. Die Diebe können so das Fahrzeug stehlen, ohne dass der Eigentümer Notiz davon nimmt. Schutz bietet nur eine funksichere Abschirmung des Schüsselanhängers.

Eine nicht angepasste Fahrweise ist meist die Hauptursache für einen Wildunfall. Nicht immer lässt sich so ein Zusammenstoß verhindern, aber nichts desto trotz gibt es einige Verhaltensregeln um so einen Wildunfall zu vermeiden oder wenigstens ohne Lebensgefahr eine Kollision zu Überstehen.

Da sind zunächst einmal die Wildwechsel-Warnschilder. Diese Hinweisschilder sollten unbedingt ernst genommen werden, denn ihre Aufstellung erfolgt immer an besonders gefährlichen Straßenabschnitten. Dazu gehören Waldgebiete, einsame Nebenstraßen oder Übergangsbereiche zwischen Wald und Feldern. Rehe sind meist in der Dämmerung aktiv, deshalb ist zu dieser Tageszeit Vorsicht geboten. Aus diesem Grunde ist auch vorausschauendes Fahren mit angepasster Geschwindigkeit an diesen Stellen sehr wichtig. Weiterhin sollte der Fahrer bei Dunkelheit das Fernlicht eingeschaltet haben, um rechtzeitig Tiere wahrzunehmen und entsprechend schnell bremsen zu können. Wird ein Tier im Straßenbereich entdeckt, sollte sofort auf Abblendlicht umgeschaltet werden. Denn bei Fernlicht besteht die Möglichkeit, dass das geblendete und verstörte Tier mitten auf der Straße stehen bleibt. Mit kurzem Hupen kann der Fahrer das Tier verscheuchen. Entdeckt er rechtzeitig, dass sich Wildtiere neben der Straße auf den Feldern oder am Waldesrand befinden, muss er mit dem plötzlichen Aufschrecken des Tieres rechnen. Was wiederum bedeutet, dass die Gefahr besteht, dass das Wild auf die Fahrbahn läuft. Die meisten Wildtiere sind Rudeltiere, also muss der Fahrer in diesem Fall davon ausgehen, dass noch mehr Tiere die Fahrbahn überqueren werden. Taucht ein Tier auf der Straße auf, sollte der Fahrer sofort die Geschwindigkeit verringern. Bevor er allerdings eine Vollbremsung mit seinem Fahrzeug macht, sollte er im Rückspiegel auf den nachfolgenden Verkehr achten. Ausweichen sollte er nach Möglichkeit nicht, da eine Kollision mit dem Tier nicht so gefährlich ist wie ein Ausweichmanöver. Hierbei könnte durch das Verreißen des Lenkrades das Fahrzeug ausbrechen, was einen noch schwereren Unfall zur Folge hätte. Also sollte er lediglich versuchen das Lenkrad besonders festzuhalten, stark abzubremsen und dabei die Fahrspur nicht verlassen. Die meisten Fahrzeuge bieten dem Fahrer durch den Sicherheitsgurt und den Airbags einen guten Schutz bei solch einer Kollision. Ein Zusammenprall mit dem Gegenverkehr oder einem Baum wäre dagegen lebensgefährlich. Nachdem Unfall sollte sich der Fahrer als erstes vergewissern, dass es keine verletzten Personen gibt.  Der Zusammenprall mit dem Tier muss der Polizei und dem jeweils zuständigen Förster gemeldet werden, ansonsten begeht der Fahrer Fahrerflucht. Hiernach sollte eine Absicherung der Unfallstelle erfolgen. Das verletzte Tier darf weder angefasst noch mitgenommen werden. Das Mitnehmen erfüllt sogar den Tatbestand einer Straftat, nämlich der der Wilderei. Außerdem könnte das Tier, wenn es nur bewusstlos ist, aggressiv ausschlagen und dann besteht auch noch die Gefahr einer Ansteckung mit Tollwut. Nach Möglichkeit sollten Fotos von der Unfallstelle, dem Tier und dem Schaden am Fahrzeug gemacht werden. Abschließend braucht der Fahrzeughalter für die Versicherung eine Wildunfallbescheinigung, welche vom zuständigen Förster bzw. der Polizei auszufüllen ist. Auch sollte er sich die Personalien von Zeugen oder anderen beteiligten Verkehrsteilnehmern notieren.

Es gibt Autofahrer, die erleben während der Fahrt unfreiwillig ein Szenario wie für ein Actionfilm inszeniert. Sie befinden sich mit ihrem Fahrzeug in voller Fahrt und plötzlich klemmt das Gaspedal. Damit diese Situation jetzt kein tragisches Ende nimmt, sollte sich der Fahrer an folgende Verhaltensregeln orientieren.

Zunächst einmal nicht in Panik geraten und Ruhe bewahren, denn bei jedem Fahrzeug ist die Bremskraft doppelt so hoch wie die Leistung des Motors. Der Fahrer könnte praktisch Vollgas geben und gleichzeitig das Fahrzeug mit der Fußbremse zum Stillstand bringen. Also sollte der Fahrer jetzt in dieser Situation das Bremspedal betätigen aber nicht dabei pumpen, sondern konstant kräftig drücken. Ferner so schnell wie möglich die Warnblinkanlage in Funktion bringen, um eine Gefährdung anderer Fahrer auszuschließen. Anschließend die Kupplung treten und einen Gang runter schalten um noch mehr an Geschwindigkeit zu verlieren. Vom lauten Aufheulgeräusch des Motors sollte sich der Fahrer nicht erschrecken lassen. Die paar Sekunden bis zum Anhalten des Fahrzeuges dürften dem Motor nicht weiter schaden. Denn ist das Getriebe vom Motor getrennt, verhindert der Drehzahlbegrenzer, dass die maximale Drehzahl überschritten wird und somit auch die Gefahr einer mechanischen Zerstörung. Auf dem Standstreifen oder an einer anderen sicheren Stelle weiter runter schalten und bremsen. Danach die Kupplung treten und Gang raus nehmen oder bei Automatikgetriebe den Schalthebel auf Neutral stellen und das Fahrzeug zum Stillstand bringen. Erst wenn das Fahrzeug steht den Motor abstellen. Sollte während der Fahrt der Zündschlüssel gezogen werden, wird das Lenkradschloss aktiv und das Fahrzeug ist bei voller Fahrt nicht mehr zu lenken. Des Weiteren ist der Bremskraftverstärker bei abgestelltem Motor nicht mehr aktiv, was bedeutet, dass das Fahrzeug nicht nur nicht gelenkt sondern auch schlecht gebremst werden kann. Auch darf während der Fahrt nicht die Handbremse gezogen werden, da sonst die Hinterräder blockieren und das Fahrzeug ins Schleudern geraten kann. Obendrein sind bei gezogener Handbremse das Antiblockiersystem (ABS) und das elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) nicht mehr aktiv.

Damit so ein Extremfall möglichst erst gar nicht entsteht, kann der Fahrer folgende Maßnahmen zur Vorbeugung ergreifen. Als erstes sollte das Fahrzeug regelmäßig in einer Fachwerkstatt gewartet werden. Dann sollte der Fahrer keine Fußmatten benutzten, die eventuell leicht verrutschen können oder für den Fußraum von der Größe her ungeeignet sind. Darüber hinaus kann vor Beginn der Fahrt und dem Starten des Motors das Gaspedal überprüft werden. Hierzu einfach das Pedal durchdrücken und wieder loslassen. Das Gaspedal sollte jetzt ohne Widerstände zurück in die Ausgangsposition kommen.

Der Grund für die Blockierung des Gaspedals muss nicht immer eine technische Ursache haben. Auch eine verschobene Fußmatte kann sich in den Gaspedalmechanismus verklemmen, wodurch dann das Pedal fest sitzt und nicht mehr funktioniert. Handelt es sich aber um einen technischen Defekt sollte das Fahrzeug auf keinen Fall für eine Weiterfahrt wieder gestartet werden, sondern in eine Fachwerkstatt abgeschleppt werden.