Archiv für Juli, 2011
ABS ist die Abkürzung für das Antiblockiersystem. Dieses System ist dafür verantwortlich, dass bei einer Vollbremsung (oder bei glatter Fahrbahn) das vollständige Blockieren der Räder vom Fahrzeug verhindert wird. Dadruch erhält es die Lenkfähigkeit des Fahrzeuges und verhindert ein ausbrechen des Autos, denn bei einer Vollbremsung würde das Fahrzeug ansonsten ggf. ausbrechen. Das Antiblockiersystem hat ein Steuergerät (ABS-Steuergerät) welches von zahlreichen Sensoren mit Informationen gefüttert wird. So sitzen z.B. an allen Rädern des Fahrzeuges Drehzahlsensoren. Die Daten werden ständig an das Steuergerät vom ABS weitergeleitet. Wenn ein Rad blockieren möchte greift das Antiblockiersystem über ein Magnetventil ein und reduziert den Bremsdruck für das Rad. Wer die Funktion vom ABS überprüfen möchte kann dieses bei einer “härteren Bremsung” versuchen, der Fahrer bekommt eine Rückmeldung über das Bremspedal, dieses fängt nämlich an zu “stottern”. Das Antiblockiersystem hat allerdings nicht nur Vorteile, aber der Vorteil der Lenkbarkeit überwiegt. Ein Nachteil vom ABS ist der verlängerte Bremsweg auf Schotter oder z.B. auch bei Schnee. Dort wo sich normalerweise ein Schneekeil aufbauen könnte (der das Fahrzeug dann zusätzlich abbremsen würde) wird nun drüber weg geregelt. Das gleiche bei Schotter, das Fahrzeug neigt zum blockieren und das ABS System erkennt nicht selbstständig den Unterboden (ggf. wäre das noch etwas für die Techniker / Ingenieure). Es gibt bei einigen Herstellern (z.B. VW) auch das ABS Plus, hierbei handelt es sich um ein besonderes Programm im ABS Steuergerät welches bei Fahrzeugen im Geländeeinsatz automatisch aktiviert wird. Bei diesem Programmpunkt kann sich der gerade angesprochene Keil (Schotter, Sand usw.) vor dem Rad bilden, denn das ABS lässt die Räder erst einen kurzen Moment blockiert bevor es anfängt “normal” zu arbeiten.
Um die Funktion vom Antiblockiersystem zu erhalten müssen natürlich die Bremsscheiben, die Bremsbeläge und auch die Bremsleitungen im guten Zustand sein, wenn die ABS Kontrollleuchte im Armaturenbrett leuchtet sollte man sich auf die Fehlersuche begeben, die Radsensoren sind an sich nicht besonders anfällig können allerdings auch durch äussere Einflüsse schon mal irreparable Schäden bekommen. In dem Fall muss dann einfach der Radsensor ausgetauscht werden.
Mal wieder eine kleine Anleitung a la “angeschaut und mitgemacht” denn es ist wirklich einfach. Nehmen wir mal an ihr hättet ein Kraftfahrzeug gekauft auf dem irgendwelche Aufkleber auf dem Kotflügel, auf den Seitenteilen und / oder am Heck sind. Diese zu entfernen ist “eigentlich” kein Problem, hierbei gilt die Devise: Je kürzer der Aufkleber auf dem Lack klebt um so leichter geht das ganze. Wenn so ein Aufkleber natürlich schon etliche Jahre an Ort und Stelle sitzt, kann es zu unschönen Lackdifferenzen kommen, denn der Lack unter dem Aufkleber ist mit Sicherheit nicht so verblichen oder ggf. durch das Lösungsmittel im Aufkleber angegriffen. Bei Fahrzeugemblemen muss man auch aufpassen und sich vorher informieren ob diese nicht ggf. zusätzlich gesteckt sind (und so Löcher im Kotflügel / Löcher in der Heckklappe hinterlassen).
Hier als Beispiel mal einen Schriftzug von einem Sondermodell von VW (VW Caddy Roncalli). Der Schriftzug klebt hinten auf beiden Schiebetüren:
Aufkleber und Autoembleme kann man recht einfach entfernen, man braucht auch gar kein Hexenwerk, ein einfacher Fön reicht aus. Mit dem Fön erwärmt ihr den Aufkleber. Hierzu haltet ihr den Fön 1-2 Sekunden direkt auf die Stelle die ihr abziehen wollt, nicht länger, denn ansonsten könnte es zu einen Lackschaden kommen. Ihr könnt euch einfach auch einen Finger daneben halten, ist es für den Finger zu heiß – ist es auch für den Autolack zu warm.
Anschließend knibbelt ihr einfach mit den Fingernägeln (ggf. müsst ihr die vorher noch wachsen lassen) die Aufkleber ab. Was man nicht ganz vermeiden kann sind leichte Rückstände, aber um die kümmern wir uns gleich noch, denn so wollen wir ja nicht wirklich durch die Gegend fahren:
Mit einem leichten Lachreiniger bekommt man diese besonders gut runter, verwendet dafür einen sauberen Lappen, am besten ein Geschirrtuch welches schon 1000 mal gewaschen wurde und nun nicht mehr benötigt wird, es funktionieren aber auch andere Baumwolltücher. Wenn ihr die Stelle gereinigt habt versiegelt ihr die Stelle wieder mit einer Politur oder einem Oberflächenfinish. Anschließend ist von dem Aufkleber / dem Emblem in der Regel nichts mehr zu sehen.
Was ihr definitiv vermeiden solltet sind Lackangreifende Reiniger, Aceton, scharfen Lackreiniger oder ähnliche Substanzen, wenn ihr den Aufkleber nicht runter bekommt, geht zu einem Fachmann, denn ihr würdet es in dem Fall vermutlich verschlimmern und das Ergebnis verschlechtern. Sind Lackunterschiede zu sehen (vom verbleichen) dann muss ggf. mal die Politur bzw. die Schleifpaste ran, doch das ist ein anderes Thema.
Fahrzeuge mit Flügeltüren sehen mit geöffneten Türen einfach gigantisch aus. Und hierbei meine ich tatsächlich Flügeltüren und nicht die häufig damit verwechselten Scherentüren, die zum Beispiel Lamborghini verbaut und die als dementsprechend “Lambo styled doors” genannte Abarten einige Zeit lang der Renner in der Tuningszene waren und die es für fast jedes Fahrzeugmodell entsprechende Mechanismen zur Nachrüstung gab. Denn während die letztgenannten Varianten ein Scharnier im Bereich der vorderen Kotflügel haben und somit parallel zur Fahrtrichtung nach vorne / oben aufschwingen, sind richtige Flügeltüren im Dachbereich angeschlagen und öffnen durch Teleskopdämpfer unterstützt quer zur Fahrtrichtung. Um den Einstieg zu erleichtern, sind die Flügeltüren so dimensioniert, dass sie einen Teil des Daches umfassen, der mit wegklappt.
Der erste Wagen bei dem diese Art von Türen zum Einsatz kam war der Mercedes-Benz 300 SL Rennwagen, aus dem der berühmte Flügeltürer der Baureihe W 198 entstand, der im englischsprachigen Raum auch als Gullwing bezeichnet wird. Und es handelte sich dabei keinesfalls um ein gestalterisches Stilmittel aus der Designabteilung. Vielmehr war der Einsatz normaler Türen nach der Fertigstellung des Kastenrahmens mit den daraus resultierenden hohen Seitenschwellern nicht mehr möglich, so dass eine Alternative her musste.
Dabei war der Mercedes-Benz 300 SL nicht der einzige Sportwagen, bei dem Flügeltüren verbaut wurden. Neben einigen Prototypen diverser Hersteller gab es noch eine Reihe weiterer Fahrzeuge mit Flügeltüren, die in Serie gebaut wurden. Ein berühmter Vertreter dieser Art ist der aus der “Zurück in die Zukunft”-Triologie bekannte De Lorean DMC-12. Weniger bekannt ist der eigenwillig gestaltete Bricklin SV-1. Einige Zeit lang gab es wegen Sicherheitsbedenken keine Flügeltürer mehr. Der Urahn des 300 SL hat nun wieder welche. Allerdings können diese beim Mercedes-Benz SLS AMG im Falle eines Überschlags weggesprengt werden, was eine Rettung der Insassen bei einem Liegenbleiben auf dem Dach vereinfacht. Ebenfalls aktuell mit Flügeltüren unterwegs ist auch der Supersportwagen Gumpert Apollo, der in Kleinserie hergestellt wird.
Sofern noch nicht nachgerüstet würde ich es schleunigst tun, denn ganz ehrlich? Leichter könnt ihr kein Geld sparen. Wie funktioniert das ganze? Ihr habt aktuell noch ein Fahrzeug welches in einer Euro 1 norm steckt, d.h. ihr zahlt zuviele Steuern, denn zahlreiche Benziner die unter die Euro 1 Norm fallen können durch einen minimalen Einsatz auf die Euro 2 Norm umgeschlüsselt werden. Ihr denkt das betrifft euch nicht? Dann weit gefehlt, sowas ist z.B. möglich beim Audi 80, Audi 100, BMW E30, BMW E36, ja selbst beim BMW Z1, beim Citroen AX, bei den Ford Modellen Fiesta, Escort, Sierra, Scorpio und Mondeo bei zahlreichen Opel und VW Modellen und sogar beim Merccedes 300 SL wäre es möglich und bei großen Motoren macht es natürlich auch am meisten Sinn.
Euro 1 Fahrzeuge kostet je angefangener 100 Kubikzentimeter Hubraum 15,13 €, Euro 2 Fahrzeuge nur noch 7,36 € ihr seht bei einem 2,0 Liter Motor kann man ca. 150 Euro im Jahr sparen, wer nun sein Fahrzeug noch 2 Jahre lang behalten will spart somit bares Geld und steigert auch den Wiederverkaufswert. Den Kaltlaufregler gibt es schon seit über 10 Jahren, die Firma Twintec stellte dieses Ventil damals vor. Die Funktion ist einfach erklärt: Im kalten Zustand bekommt der Benzinmotor immer etwas mehr Benzin, der Kaltlaufregler macht nichts anderes als zusätzlich Luft einzusprühen dadurch wird die Kaltlaufphase entschieden verkürzt. Da in dieser Kaltstartphase die meisten Abgase entstehen fallen die Fahrzeuge unter die Euro 1 Norm, wenn die Abgaswerte sich verbessert haben können diese umgeschlüsselt werden. Diese Kaltlaufregler gibt es nicht für alle Benzin-Motoren, aber für viele, d.h. einmal nachzuschauen lohnt unter Umständen dann doppelt. So einen Kaltlaufregler kann man auch nur bei Benzin Motoren mit einem geregelten Kat nachrüsten, bzw. nur dann bringt die Nachrüstung die erwünschte Steuerersparnis. Den Einbau muss übrigens eine Fachwerkstatt bestätigen, dieses bedeutet allerdings nicht, dass ihr den Kaltlaufregler nicht vorher günstig im Internet bestellen könnt und diesen dann anliefert. Nach dem Einbau muss man noch mal zum Straßenverkehrsamt und die Papiere umschreiben lassen, ab dem Zeitpunkt spart man Geld und bekommt vermutlich noch eine Rückerstattung.
Bei einem Diesel Motor funktioniert das ganze natürlich nicht, da kann man in der Regel mit einem Mini-Kat die Fahrzeuge von Euro 1 auf Euro 2 umschlüsseln. Wenn die Fahrzeuge 30 Jahre alt sind und ein H-Kennzeichen bekommen können bezahlt man pauschal 192 € Steuern für diese Fahrzeuge, dieses sollte man natürlich vorher auch berücksichtigen.
Der Luftmassenmesser ist ein Sensor der nach dem Luftfilter im Lufteinlaßtrakt seinen Platz hat. Dieser Luftmassenmesser misst wie der Name es schon veraten mag die durchströmende Luftmasse. Irrtümlicherweise werden die neuen Sensoren teilweise immer noch als Luftmengenmesser tituliert, dabei reicht die alleinige Messung der Menge an Luft (also das Durchström Volumen) nicht aus. Der Luftmassenmesser erkennt nämlich noch weitere Daten. Der Teufel steckt oft im Detail, denn auch wenn das Steuergerät keinen Fehler anzeigt kann der Luftmassenmesser (auch gerne mit LMM abgekürzt) defekt sein. Er arbeitet dann zwar noch, gibt aber falsche Werte an das Steuergerät weiter. Das Motorsteuergerät übernimmt dann die falschen Daten und ein falsches Luft/Benzingemisch entsteht, dadurch beschleunigt das Fahrzeug schlechter. Wenn euer Auto also auf einmal schlechter beschleunigt oder an Durchzugskraft verloren hat ist es in der Regel der Luftmassenmesser den ich als erstes kontrollieren würden. Das kann man ganz einfach tun, den Luftmassenmesser findet man kurz hinter dem Luftfilterkasten. Ein Kabel mit Stecker verrät den Sensor selbst an Laien, man muss also kein Detektiv sein um diesen zu finden. Zieht den Stecker einfach mal ab und fahrt den Wagen eine Runde Probe. Zieht er nun besser ist es der Luftmassenmesser. Experten die mit einem Voltmeter umgehen können sind auch in der Lage die Funktion von einem Luftmassenmesser zu überprüfen. Bei Vollast (Vollgasstellung des Gaspedals) muss an der Klemme 5 eine Spannung von über 4 Volt anlegen. Wenn nur die Zündung an ist darf die Spannung 1,00 V nicht übersteigen. Es gibt Reiniger für diese Luftmassensensoren doch oft ist auch der kleine Mess-Sensor defekt. Da bleibt nur ein Austausch. Ich behaupte mal, wer sich selbstständig die Schuhe zubinden kann und ganz alleine eine Tupper-Dose auf- und zu machen kann, der kann auch so einen Sensor austauschen.
Übrigens gab es so ein Luftmengenmesser wirklich, z.B. wurde beim VW Golf 2 Turbodiesel damals zwischen dem Luftfilter und dem Turbolader der Unterdruck gemessen, aber die Technik hat sich inzwischen ja schon etwas weiter entwickelt. Also wenn euer Motor auf einmal sich träge anfüllt, könnte es an dem Luftmassenmesser liegen. Ein verstopfter Luftfilter könnte übrigens auch Schuld daran sein, also sollte man sich diese Übeltäter auch mal anschauen wenn der Motor auf einmal anders reagiert als zuvor.
Wer kennt es nicht, die Batterie war im letzten Winter schon schlapp auf den Beinen, einmal musste man überbrückt werden und die nötige Starthilfe vom Nachbarn annehmen. Mit dem Nachbarn hat man sich inzwischen zerstritten und der nächste Winter kommt bestimmt. Also möchte man nun eine neue Batterie einbauen. Früher war das wirklich ein Kinderspiel und sieht auch noch heute bei einigen älteren Fahrzeugen wie folgt aus:
Minuspol abklemmen (meistens mit einer 10er Mutter befestigt), Pluspol abklemmen (ebenfalls M10er Mutter), Batteriehalterung abschrauben und Batterie entnehmen, neue Batterie einsetzen, fest schrauben, Pole auflegen und wieder festziehen. Das wars! Wenn man Pech hatte musste man den Radiocode neu eingeben und hat sich im nachhinein event. darüber geärgert, dass man den Zettel mit dem Radiocode verlegt hat.
Heute brauchen die Fahrzeuge ständigen Strom, auch wenn der Strom im Winter nicht mehr für den Anlasser gereicht hat, die elektronischen Spielzeuge im Auto die uns das Leben so schön erleichern hatten noch genug Spannung um ihre Speicher nicht zu löschen. Es gibt heute Getriebesteuerungen, Memory-Funktionen (z.B. von den Sitzen), Soundanlagen, Wegfahrsperren und Alarmanlagen die ganz böse darauf reagieren können, wenn diese mal ohne Strom da stehen. Aus dem Grund sollte man wenn man den Wechsel plant sich einen kleinen Vorteil verschaffen. Mit einem einfachen Batterieladegerät könnt ihr euch selber helfen später alle Einstellungen neu eingeben zu müssen. Ihr verbindet einfach die Klemmen von dem Ladegerät mit den Anschlusskabeln, achtet da auf eine gute Verbindung, anschließend nehmt ihr diese von der Batterie. Die Bordspannung wird nun von dem Batterieladegerät gehalten. Achtet darauf, dass ihr die Pole nicht aneinander kommen lasst, ggf. arbeitet ihr da mit etwas Klebeband um die gegenseitig vor einem Kurzschluss zu schützen. Nun könnt ihr die neue Batterie einbauen und die Pole wieder aufstecken. Wenn danach alles läuft habt ihr alles richtig gemacht.
Gab es früher noch 6 und 12 Volt im Auto sind wir inzwischen bei 12 Volt angekommen, also müsst ihr beim Ersatzteil-Kauf nur darauf achten, dass die Amperestunden (AH) auch stimmen. Man kann auch größere Batterien einbauen (sofern Platz vorhanden) nur sollte man hier kein downsizing betreiben, also wenn vorher eine 44 Ah Batterie montiert war sollte man diese nicht nur eine 36 Ah Batterie ersetzen. Die alte Batterie kann man übrigens dort zurückgeben wo man die neue gekauft hat. Diese sind Sondermüll und müssen dementsprechend gelagert und später entsorgt werden.










