Archiv für Oktober, 2011

…so war es zumindetens früher. Ein nicht richtig gespannter Keilriemen hat dann nicht nur dafür gesorgt, dass die Geräuschkulisse die Nachbarn geweckt hat, sondern auch dafür, dass die Lichtmaschine nicht mehr die Batterie laden konnte. Denn das ist ja heute die Hauptaufgabe des Keilriemens. Der Keilriemen sorgt für den Antrieb der Lichtmaschine. Die Lichtmaschine selber stellt ja kein Licht her, sondern Strom. Die Lichtmaschine ist ein Drehstromgenerator – nicht mehr und nicht weniger. Wie der Name es schon verrät wird hier aus einer Drehbewegung Strom erzeugt und das wir, gerade in der heutigen Zeit, nicht mehr ohne Strom im Auto auskommen dürfte klar sein.

Vor ein paar Jahren gab es noch Fahrzeuge, da hatte der Keilriemen noch bedeutetender Aufgaben. Beim Typ 1 Motor z.B. (im VW Käfer und im VW Bus verbaut) war der Keilriemen dafür verantwortlich, dass das Gebläserad also das Lüfterrad angetrieben wurde. Das sitzt bei den Motoren nämlich auf der Rückseite der Lichtmaschine. Aus dem Grund hat man als Käfer Fahrer in der Regel auch einen Ersatzkeilriemen im Auto, denn ohne Strom fährt es sich noch ein paar Kilometer ganz gut (bis die Batterieleistung nachlässt), doch ohne Kühlung stirbt der Typ 1 Motor noch schneller den Hitzetod.

Beim Typ 4 Motor hatte VW dann schon das Lüfterrad an die Kurbelwelle angeschlossen. Wie überprüft man denn die richtige Spannung beim Keilriemen? Einfach erklärt: Haube auf, Keilriemen drehen, lässt er sich um ca. 90 Grad drehen muss er nachgespannt werden. Lässt er sich gar nicht drehen muss er gelockert werden, denn ansonsten kann er die Lichtmaschine beschädigen. Wenn der Keilriemen porös wird / aussieht sollte man ihn auch wechseln, denn so ein Wechsel geht zwar relativ leicht ist aber doch ärgerlich wenn man gerade keine Zeit hat, es regnet oder es kalt ist. Bei Fahrzeugen wo man so einen Wechsel noch selber durchführen kann, sollte man sich also rechtzeitig einen Keilriemen besorgen. Im Internet gibt es zahlreiche verschiedene Keilriemen von diversen Herstellern. Hier muss man nur auf die richtige Größe achten. In den letzten Jahren haben die Automobilhersteller auch an dem Antrieb der Lichtmaschine vieles verbessert, wenn es also an der Ampel quitscht ist es in der Regel schon ein älteres Fahrzeug. Dennoch: Wenn die Lichtmaschine keinen Strom herstellt, sollte man auch mal darauf achten ob der Keilriemen noch vorhanden ist ;) .

Klingt komisch, gibt es aber wirklich. Seirenmäßige VW Typ 1 Motoren verfügen über keinen Ölfilter sondern haben “nur” ein feinschmaschiges Sieb. Aus dem Grund muss man das Öl bei den alten Motoren auch relativ häufig wechseln. Laut Wartungsplan sollen alle 5.000 km der Ölwechsel bei den alten Typ 1 Motoren vollzogen werden, da Oldtimer mit solchen Motoren in der Regel diese Laufleistung nicht mehr pro Jahr erreichen schlagen wir ein Ölwechselintervall von 1x pro Jahr vor, wenn die 5.000 km nicht erreicht werden. Das Problem bei den VW Bus und Käfer Motoren ist gar nicht mal die Verschmutzung und der Abrieb der im Öl schwimmen könnte, es ist eher die thermische Belastung. Aus dem Grund haben viele Besitzer dieser Fahrzeuge auch schon recht früh einen Ölfilter nachgerüstet. Das geht auch heute noch recht einfach mit einem Nebenstromölfilter. Ab Werk gab es sowas z.B. beim Porsche 356. So ein Nebenstromölfilter funktioniert relativ einfach. Durch ein Adapter fließt das Öl am Öldruckschalter ab – durch den Filter und dann über die Entlüftung zurück in den Motorblock. Bei so einem Nachrüstölfilter muss dann natürlich auch das Filterelement gewechselt werden. So ein Nebenstromölfilter hat den großen Nachteil, dass nicht die komplette Menge des Öls durch den Filter gereinigt werden. Früher musste man für eine Nachrüstlösung noch den kompletten Motor auseinanderschrauben, heute reicht z.B. ein Full Flow Adapter. Dieser ersetzt “einfach ausgedrückt” ein anderes Bauteil im Motorgehäuse und lässt sich einfach einschrauben. Kein Vorteil ohne Nachteil. Bei der Full Flow Adapter Lösung braucht man einen externen Ölkühler und natürlich auch Thermostate.

So ein luftgekühlter Motor braucht 15W 40 Öl, der Motor sollte vor dem Ölwechsel warm gefahren sein und waagerecht aufgebockt sein. Anschließend kann man mit einem 21er Schlüssel die Ablassschraube öffnen und die Schraube mit dem Finger schnell entfernen. Vorsicht: Das Öl dürfte heiss sein! Anschließend schraubt man bei einem VW Boxer Motor die Siebhalterung heraus und reinigt das Sieb mit Kaltreiniger oder Benzin. Das gereinigte Sieb wird mit einer neuen Dichtung wieder eingebaut, die Dichtung sollte man vorher mit etwas Öl einreiben. Bei den Schrauben gilt die Devise: Nach fest kommt ab, also behutsam anziehen.

Bei aktuellen Fahrzeugen macht es übrigens KEINEN Sinn nur das Öl abzusaugen und den Ölfilter nicht zu wechseln, denn im Ölfilter sitzen die Stoffe die den Motor belasten und zerstören können, also BEI JEDEM Ölwechsel auch den Filter (sofern vorhanden) wechseln, der Motor wird es euch danken!

Aber keine Angst, auch wenn das Geräusch etwas ungewöhnlich ist, mit dem LKW ist alles in bester Ordnung. Er muss sogar zischen. Bei einem Lastkraftwagen (also LKW) werden viele Arbeitsschritte mit Druckluft ausgeführt. Beim PKW haben wir eine Bremsflüssigkeit im Bremskreislauf, beim Druck auf das Bremspedal drückt die Bremsflüssigkeit durch eine Hydraulik die Bremsbeläge auf die Bremsscheiben. Bei einem LKW funktioniert das Ganze mit Luftdruck. Damit immer ausreichend Druckluft zur Verfügung steht haben die LKW´s Drucklufttanks. Kompressoren befüllen diese ständig mit Luft. Wenn die Tanks voll sind, schalten die Kompressoren hab und genau dabei entsteht das Zischen. Besonders an Ampeln kann man dieses Geräusch häufig hören, da während des Bremsvorgangs diese Pressluft verbaucht wurde. Der Kompressor läuft, die neue Luft wurde in die Tanks gepresst und wenn der Tank dann voll ist schaltet der Kompressor mit dem Zisch-Geräusch aus. Nutzt der LKW Fahrer die Handbremse entsteht ebenfalls das Geräusch, die Luft wird nämlich in dem Fall aus dem Bremssystem gelassen und die Bremsen schließen sich. Ihr seht schon: Beim LKW läuft es anders rum, da wird mit Druckluft die Bremse geöffnet und nicht geschlossen. Die Federung vom LKW wird in der Regel auch durch Druckluft gehalten, daher kann sich das Führerhaus bei Druckverlust ebenfalls absenken.

Luftfahrwerke gibt es inzwischen schon seit mehreren Jahren auch im PKW. Besonders Air Ride System sind bei Tunern sehr beliebt gewesen. Schließlich konnte man das Auto im Stand tieferlegen und bei der Fahrt auf eine bequeme Höhe einstellen. Früher gab es einige PKWs mit Luftfederung und auch aktuell ist der Trend wieder im kommen. Zahlreiche Fahrzeuge aus der Premium Klasse können optional mit einer Luftfederung ausgestattet werden.

Die Bremsen hingegen funktionieren im PKW Bereich alle hydraulisch, doch auch hier geht die Entwicklung weiter. Elektrofahrzeuge werden inzwischen zum Teil auch elektrisch gebremst. Die Bremsenergie (die ansonsten verschwendet wird) kann so nämlich wieder umgewandelt werden.