Archiv für November, 2011
Bevor der Katalysator unter das Auto kam, gab es noch einen Vorschalldämpfer. Diese Mittelschalldämpfer sind ausschließlich für die Schallabsorbierung verantwortlich, die Abgase werden durch so einen Schalldämpfer weder gereinigt und auch nicht gefilter. Im Inneren findet man ein gelochtes Rohr mit einer Querschnittsveränderung. Im Endschalldämpfer sowie im Mittelschalldämpfer findet man Stahlwolle oder Basaltfasern. Früher (ältere Fahrzeuge) hatten auch noch asbesthaltige Fasern verbaut. Diese Dämmwolle absorbiert den Schall, es soll ja Hobbytuner geben, die diese Dämmwolle entfernen. Dadurch hat man dann zwar einen lauteren Auspuff, allerdings auch die Chance auf 3 Punkte in Flensburg. Durch diese Manipulation verliert man nämlich die Allgemeine Betriebserlaubnis des Fahrzeuges.
Der Unterschied zwischen Endschalldämpfer und Mittelschalldämpfer liegt an den Kammern im Endschalldämpfer. Die Abgase die durch den Endschalldämpfer strömen werden gezwungen sich in mehrere Teilströme aufzuteilen, dadurch werden die Schallwellen eliminiert. Der Sound einer Auspuffanlage kann durch die Veränderung von Querschnitt und Form an das Fahrzeug angepasst. Unter dem Auto wird der Endschalldämpfer in der Regel mit Gummis eingehangen. Vor diesen Gummis werden Halteklammern gesteckt. Bei einer Inspektion sollte man sich immer die Gummis der Auspuffanlage ansschauen, sind diese angerissen oder porös sollte man diese auswechseln. Die Gummis verhindern Risse an der Abgasanlage durch Schwingungen die von der Karosserie übertragen werden können. Am Unterboden findet man Aluminiumbleche oder Zinkbleche. Diese schützen das Fahrzeug vor den Temperaturen die so eine Auspuffanlage entwickeln kann. So ein Abgasstrang muss übrigens so heiß sein. Der Katalysator braucht für einen hohen Wirkungsgrad eine bestimmte Temperatur.
Der Endschalldämpfer wird entweder über ein Rohr gesteckt und mit einer Schelle befestigt oder verfügt über einen Flansch. Die Schrauben am Flansch sind häufig verrostet, so dass man diese abflexen kann. Diese sollte man, genauso wie die Dichtung, sowieso erneuern. Es gibt Fahrzeughersteller, welche ausschließlich komplette Hosenrohre mit Katalysator anbieten, wenn hier also “nur der Katalysator” defekt ist, muss das Hosenrohr mit ausgestauscht werden.
…und das obwohl draussen aktuell 20° herrschen. Was ist eigentlich Winterdiesel? Winterdiesel ist natürlich normaler Kraftstoff. Dieser Dieselkraftstoff der im Winter verkauft wird bekommt besondere Additive, also Zusätze. Diese Zusätze sorgen dafür, dass der Kraftstoff auch bei Temperaturen unter -20° noch flüssig bleibt. Auch das gefährliche “flocken” wird dadurch vermieden. Der Dieselkraftstoff der im Sommer verkauft wird neigt nämlich dazu, ab ca. -10° zu flocken. Wer also auch im Winter mit seinem Dieselfahrzeug fahren möchte, sollte nun den Tank leer fahren und Winterdiesel tanken.
Inzwischen ist es übrigens überholt, dass man dem Diesel etwas Benzin beimischt. Das macht man nicht mehr und es kann bei modernen Diesel-Motoren eher für Beschädigungen an den Einspritzdüsen bzw. am Antrieb sorgen. Diesel ist übrigens schwerer als Benzin. Das ein Liter Wasser 1kg wiegt dürfte jeder noch aus dem Physikunterricht wissen. Ein Liter Benzin wiegt zwischen 720 g und 775 g, ein Liter Diesel zwischen 820 g und 845 Gramm. Wer von euch hat früher als Kind auch gerne an der Tankstelle geschnüffelt? Aufgefallen? Benzin riecht anders als Diesel, ganz feine Nasen können sogar den Unterschied zwischen Super und SuperPlus riechen. Warum ich euch das erzähle? Wer tatsächlich noch ein Benzinkanister im Auto hat, sollte darauf achten, dass man die Kraftstoffe nicht vermischt. Etwas Diesel im Benzin-Motor kann dafür sorgen, dass der Motor anfängt zu klopfen. Zuviel Diesel im Benzinmotor sorgt vermutlich dafür, dass der Wagen gar nicht mehr anspringt. Wer sich also vertankt hat, sollte sofort (und ohne den Motor zu starten) das Benzin absaugen / ablaufen lassen. Natürlich kontrolliert!
Es macht übrigens durchaus Sinn den Kraftstoff-Filter vor dem Winter zu wechseln, auf zusätzliche Additive die man selber in den Tank kippt kann man übrigens verzichten. Oft wirken diese kontrakproduktiv und verschlechtern unter Umständen sogar den Krafstoff. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Sämtliche Diesel-Marken haben andere Additive, so kann es also sein, dass der Dieselkraftstoff nicht oder schlechter reagiert. Also: Winterdiesel tanken, Dieselfilter wechseln und beim tanken auf die Qualität achten und der Diesel kommt gut durch den Winter, auch wenn von dem aktuell noch nicht viel zu sehen ist.
Zumnächst muss man erst mal klären, dass die Servolenkung heutzutage über eine hydraulische Unterstützung verfügt. Zu so einer “normalen” hydraulischen Servolenkung gehört eine vom Motor angetriebene Servopumpe, ein Servo-Ölvorratsbehälter, ein Servoventil, ein Hydraulikzylinder sowie den dazugehörigen Druckleitungen. Es existiert übrigens bei jeder Lenkung mindestens eine mechanische Verbindung zwischen dem Lenkrad (in der Fachpresse auch gerne Volant genannt) und dem Lenkgestänge. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Sollte die Hydraulik mal versagen, kann das Fahrzeug auch bei einem kompletten Ausfall der Servolenkung (z.b. bei einer defekten Servopumpe oder einem defekten Ventil) trotzdem noch gelenkt werden. Wer einmal ein Fahrzeug ohne Servolenkung gefahren ist, der weiß, dass dieses nicht unbedingt einfach ist.
Autos ohne Servolenkung gibt es nicht nur im Technik Museum in Sinsheim, nein auch im normalen Straßenverkehr rollen noch zahlreiche Fahrzeuge die komplett ohne die Lenkkraftunterstützung auskommen, leichter geht es natürlich mit, vor allem bei langsamen Geschwindigkeiten oder im Stand.
Bei einer elektrohydraulischen Servolenkung treibt ein Elektromotor die Hydraulikpumpe an. Der Elektromotor wird entsprechend der benötigten Unterstützung für die Lenkkraft angesteuert. So braucht ein Fahrzeug bei niedrigen Geschwindigkeiten oder gar im Stand eine größere Lenkkraftunterstützung also bei hohen Geschwindigkeiten. So eine elektrohydraulische Servolenkung hilft also Kraftstoff und somit Emissionen einzusapren, da die Hydraulikpumpe nicht immer volle Leistung bringt und die Unterstützung bedarfsgerecht ermittelt.
Die elektromechanische Servolenkung ist ebenfalls eine geschwindigkeitsabhängig geregelte elektrische Hilfskraftlenkung! Auch diese arbeitet nur dann wenn sie vom Fahrer benötigt wird, kommt aber ohne hydraulische Bauteile aus. Hier übernehmen elektromechanische Bauteile die Lenkkraftunterstützung und bietet gegenüber der herkömmlichen hydraulischen Servolenkung (egal ob mit oder ohne elektrohydraulischer Unterstützung) noch weitere Komfort- und Sicherheitsmöglichkeiten. So kann man z.B. eine aktive Rückstellung des Lenkrads in die Mittelstellung realisieren und den Fahrer so z.B. bei Seitenwinden das gegensteuern erleichtern. Durch diese aktive Rückstellung verbessert sich nicht nur der Lenkkomfort sondern auch das Sicherheitsgefühl beim fahren, da weniger Lenkkorrekturen (dieses ausbalancieren) vorgenommen werden müssen. Auch Assitenzprogramme wie z.B. das vollautomatische einparken realisiert man in der Regel mit Hilfe einer elektromechanischen Servolenkung. Ein weiteres nettes Feature: Die Lenkkraftunterstützung der elektromechanischen Servolenkung kann an den jeweiligen Motor bzw. die jeweilige Ausstattung des Fahrzeuges individuell über das Steuergerät angepasst werden.




