Archiv für Dezember, 2011
Die Tücken der Technik und des Fortschritts sind schuld daran, dass moderne Dieselfahrzeuge nun ein Zuheizer benötigen. Der hohe Wirkungsgrad von einem Direkeinspritzer Diesel Motor ist nämlich verantwortlich dafür, dass die Abwärme des Motors nicht mehr ausreicht um den Innenraum des Fahrzeuges schnell genug aufzuheizen. Aus dem Grund sollen Zuheizer, die in den normalen Heizungskreislauf eingebaut sind, Abhilfe schaffen. In diesem Zuheizer wird Kraftstoff verbrannt. In dem normalen Heizungskreislauf durchfließt das Kühlwasser den Heizungskühler. Die Wärme wird durch ein Gebläse in den Innenraum gepustet. Der Zuheizer stellt sich, bei den meisten Fahrzeuge und vor allem bei laufendem Motor automatisch ein. Bei einigen wenigen Fahrzeugen muss man diesen noch manuell hinzuschalten. Wenn das Kühlwasser eine Temperatur von ca. 80-90 Grad erreicht wird der Zuheizer automatisch abgeschaltet.
Die Heizung arbeitet also mit der angesaugten Aussenluft, die durch die Abwärme des Motors erwärmt wird. Dennoch ist eine Klimaanlage nicht nur im Sommer zu empfehlen. Die Klimaanlage kann nicht nur das Raumklima halten sondern auch die Scheiben, vor allem im Winter, schneller frei machen (beschlagene Scheiben durch Feuchtigkeit). Ich kann euch nur den Tipp geben, vor allem im Winter auch mal die Scheiben von innen zu reinigen, saubere Scheiben beschlagen weniger schnell.
Inzwischen gibt es in fast jedem Fahrzeug Innenraumfilter. Dieser Luftfilter besteht aus Mikrofasern die feinste Partikel und auch Pollen aus der Innenraumluft filtern. Inzwischen gibt es zahlreiche Hersteller, die bei den Innenraumfiltern auf so genannte Kombifilter setzen. Diese Filter können zusätzlich noch schlechte Gerüche filtern. Realisiert wird dieses durch Aktivkohlekörner. Diese Luftfilter sollten alle 20.000-30.000 km gewechselt werden. Allergiker sollten ruhig häufiger wechseln. Die Luftfilter sind in der Regel über den Motorraum aus zugänglich und können selber gewechselt werden, bei einigen Fahrzeugen kann es von Nöten sein, das Handschuhfach auszubauen. Auch diese Montage-Arbeit ist allerdings nicht so schwierig und kann auch durch Laien durchgeführt werden.
Immer mehr Fahrzeuge verfügen über einen Regensensor, doch nur wenige Autofahrer wissen die Antwort auf die Frage: Wie funktioniert eigentlich der Regensensor?! Dabei ist es eigentlich recht einfach. Eine Leuchtdiode (LED) sendet infratrotes Licht aus. Bei einer trockenen Scheibe wird dieses Licht von der Scheibe fast komplett reflektiert. Eine, ebenfalls in der Technik untergebrachten, Fotodiode empfängt also viel Licht. Je mehr Wasser nun auf der Scheibe ist umso weniger Licht empfängt diese Fotodiode, denn die Lichtreflektion lässt nach. Dadurch wird dann auch die Geschwindigkeit der Scheibenwischer eingestellt. Einige Autohersteller nutzen dieses Sensorsignal ebenfalls um das Schiebedach bzw. die Scheiben bei Regen automatisch zu schließen.
In der Technik, die meistens in der Nähe vom Innenspiegel verbaut ist, sind auch noch Lichtsensoren untergebracht. Diese Umgebungslichtsensoren sowie Fernlichtsensoren schalten sich bei Dunkelheit und Tunneldurchfahrten automatisch ein. Der Sensor wird also über die Wassermenge auf der Frontscheibe gesteuert. Kann man von Hand, in der Regel, nur den Wischintervall einstellen so überzeugt die Technik heute dadurch, dass die Wischgeschwindigkeit stufenlos geregelt werden kann.
So ein Regensensor kann einem viel Arbeit abnehmen, Wischer an, Wischer aus, Intervallschaltung an, wieder aus… all das bleibt einem dank der Technik erspart, nur die Scheibenwischer wechseln muss man selbst noch! Im Winter sollte man übrigens das Sichtfeld vom Regensensor freikratzen und Eisfrei halten, denn ansonsten können die Werte beeinflusst werden. Die Wischerarme wurden früher übrigens oft noch mit Saug- oder Druckluft betätigt, heute werden diese fast ausschließlich mit Elektromotoren bewegt. Die Gummiblätter der Wischerblätter werden es den Besitzern übrigens mit einer längeren Haltbarkeit danken, wenn diese nicht zum Eiskratzen verwendet werden. Je nach Hersteller kann die Wischgeschwindigkeit übrigens bis zu 70 Wischvorgängen pro Minute betragen. Im Winter ist es besonders wichtig die Waschanlage mit einem Frostschutzmittel auszustatten, denn wenn erstmal die Wischdüsen verstopft bzw. zugefroren sind, dann können oft auch die besten Scheibenwischer nichts mehr ausrichten. Salz auf der Scheibe ist ein Sichtkiller, da hilft dann oft nur noch anhalten und putzen.



