Archiv für März, 2012
Es gibt Situationen im Straßenverkehr, die der eine oder andere Autofahrer vielleicht schon erlebt hat. Da kann ein Fahrfehler auf einer glatten, nassen oder mit Rollsplitt bedeckten Fahrbahn ein Fahrzeug manövrierunfähig machen. Da helfen meist auch keine Lenk- oder Bremsversuche um das Fahrzeug in der Spur zu halten. Aber genau für diese Fahrsituationen hat der Fahrer eines modernen Fahrzeuges jetzt einen kleinen Helfer. Das ESP (Elektronisches Stabilitäts-Programm) gehört zu den Fahrassistenzsystemen und sorgt zum Beispiel dafür, dass ein Fahrzeug beim Untersteuern oder Übersteuern nicht ausbricht. Es vergleicht permanent die programmierten Sollwerte mit dem tatsächlichen Fahrzeugverhalten und greift ein, wenn das Fahrzeug sich nicht auf dem optimalen Kurs befindet. Das ESP-System setzt sich zusammen aus den Radbremsen, Raddrehzahlsensoren, Steuergerät-Motormanagement mit CAN-Schnittstelle, Drosselvorrichtung, Lenkwinkelsensor, Bremskraftverstärker mit Hauptzylinder, Hydrauliksystem mit Bremsdrucksensor und angebautem Steuergerät, Giergeschwindigkeitssensor mit eingebautem Querbeschleunigungssensor. Neben ABS und ASR bringt ESP für die Sicherheit noch weitere Vorteile. Es unterstützt u. a. den Fahrer aktiv in querdynamisch kritischen Situationen. Außerdem bietet das ESP eine erweiterte Fahrstabilität. Nicht nur bei der Spur- und Richtungstreue, sondern auch bei extremen Lenkmanövern und Schleudergefahr. Das elektronische Stabilitätsprogramm verbessert auch das Fahrverhalten und macht das Fahrzeug auch in gefährlichen Situationen beherrschbar und auch besser lenkbar. Zusatzfunktionen wie zum Beispiel der elektronische Bremsassistent (EBA) bzw. BAS, Roll Stability Control (RSC), Trailer Stability Assist (TSA), Bremsbereitschaft, Trockenbremsen, Berganfahrhilfe, Fading-Kompensation, Soft Stop, Motor-Schleppmoment-Regelung und die Überlagerungslenkung runden das System ab. Leider sind nicht alle Zusatzfunktionen in jedem Fahrzeug verfügbar. Aber das ESP ist laut Beschluss des Europaparlaments seit November 2011 für alle neuen Fahrzeuge in Europa Pflicht.
Die Bremsanlage gehört zu den Fahrsicherheitssystemen eines Fahrzeuges. Ohne eine Bremsanlage wäre der Betrieb eines Automobils ausgeschlossen. Seit dem ersten Automobil haben sich die Bremsen eines Fahrzeuges stetig verändert und verbessert. Aus der rein mechanischen Bremsanlage ist jetzt eine elektrohydraulische Bremse, auch SBC (Sensotronic Brake Control) genannt, geworden. Bei dieser Bremsanlage regelt ein elektrisches Signal den Hydraulikdruck der einzelnen Radbremsen. Die Aufgabe einer SBC ist die Bremsbetätigung, die Bremskraftverstärkung sowie die Bremskraftreglung. Zu der SBC gehören das Hydroaggregat mit Anbausteuergerät, das Wegbau-Steuergerät, die Sensoren und die Betätigungseinheit. Wobei die Betätigungseinheit wiederum aus dem Ausgleichsbehälter für Hydraulik, dem Hauptzylinder, dem Pedalwegsimulator und die Betätigungsstange bestehen. Durch die elektrohydraulische Bremse ergibt sich die Möglichkeit eines kürzeren Bremsweges, wobei die hohe Fahrzeugstabilität bestehen bleibt. Vorteilhaft bei diesem Bremssystem ist es, dass es keine pulsierende Rückwirkung auf das Bremspedal gibt wie es bei einer ABS-Regelung üblich ist. Zusatzfunktionen sind u. a. die erweitere Bremsassistenzfunktion und der Anfahrassistent, der zum Beispiel das Fahrzeug nach dem Aktivieren automatisch im Stillstand hält. Diese Funktion erleichtert zum Beispiel das Anfahren am Berg. Weitere Komponenten sind die Chauffeurbremse und der Stauassistent. Wobei der Stauassistent bei einer Geschwindigkeit unter 50 bis 60 km das Fahrzeug mit einem erhöhten Schlepptempo zurückhält, damit der Fahrer nicht ständig von Gas auf die Bremse gehen muss. Die Funktion Trockenbremsen sorgt bei feuchtem Wetter mit regelmäßigem leichtem Andrücken der Bremsbeläge für trockene Bremsscheiben. Sollten Probleme mit der SBC auftreten, sollte ein Fachmann die Reparatur durchführen. Denn um an den Radbremsen zu arbeiten, muss die Verbindung zum Steuergerät unterbrochen sein.
Es gibt viele Situationen, in denen ein Autofahrer plötzlich und kraftvoll bremsen muss. Damit bei solchen Vollbremsungen die Räder nicht blockieren, sind die modernen Fahrzeuge alle mit einem Antiblockiersystem (ABS) ausgerüstet. Das erhöht die Sicherheit und lässt das Fahrzeug selbst auf einer glatten Fahrbahn richtungsstabil und lenkbar bleiben. Auch wird in den meisten Fällen durch das Antiblockiersystem eine Verkürzung des Bremsweges erreicht. Zu einen ABS gehören ein elektronisches Steuergerät, Drucksteuerventile und Drehzahlsensoren. Das Antiblockiersystem ist für die Regelung des Bremsdruckes in jedem Bremszylinder zuständig. Der Bremsdruck wird vom ABS aufgebaut, gehalten und wieder abgebaut. Registriert einer der Sensoren ein Blockieren eines oder mehrere der Räder bei einem Bremsvorgang, melden die Sensoren dieses dem Antiblockiersystem. Jetzt wird vom System der Öldruck am entsprechenden Bremszylinder reduziert. So wird die Bremse freigegeben bevor der Rad blockiert. Danach wird der Bremsdruck wieder erhöht. Dieses Auf- und Abbauen des Bremsdruckes wiederholt sich pro Sekunde mehrmals. Durch diesen schnellen Druckwechsel entsteht ein Pulsieren im Bremssystem. Der Autofahrer kann dieses Pulsieren auch im Bremspedal wahrnehmen. Sollte die Funktion des Antiblockiersystems ausfallen, kann jederzeit auf die herkömmliche Art gebremst werden.
Viele Autofahrer verbringen ihren Urlaub im Ausland. Damit diese Reise mit dem eigenen Fahrzeug auch zur vollsten Zufriedenheit verläuft, sollte einiges beachtet werden. Neben dem Gepäck sollte der Fahrer auch die Telefonnummern der Hilfe-Partner und der Versicherung, die grüne Versicherungskarte sowie die kompletten Fahrzeugpapiere mit sich führen. Hierzu zählen auch Personalausweis, Visa, Führerschein, Kraftfahrzeugschein und Schutzbrief. Wichtig ist hierbei auch, ob der deutsche Führerschein für diese Reise ausreicht oder ob der Fahrer eventuell einen europäischen oder internationalen Führerschein benötigt. Damit unnötige Irrfahrten ausgeschlossen sind, sollte der Fahrer sich mit einem Navigationsgerät oder wenigsten gute Straßenkarten ausrüsten. Wichtig sind auch Informationen über zulässige Höchstgeschwindigkeiten, Linksverkehr, Vignettenpflicht, Tageslicht-Gebot oder Alkoholbestimmungen. Auch beim Tanken sollte der Fahrer im Ausland vorsichtig sein. Hier sollten große Marken-Tankstellen oder nationale Ketten bevorzugt werden. Denn die Art und Qualität des Kraftstoffes sind von Land zu Land verschieden. Manchmal ist der richtige Kraftstoff aufgrund der Sprache nicht leicht zu finden. In so einem Fall kann der Fahrer eines Benziners nach der Oktanzahl suchen und den geeigneten Kraftstoff herausfinden. Bei einem Verkehrsunfall sollte immer die Polizei geholt werden. Auch sollten Fotos sowie ein Unfallbericht angefertigt werden. Unfallberichte bekommt der Fahrer bei seinem Kfz-Versicherer in den verschiedensten Sprachen. Vor einer Reise sollte das Fahrzeug selbstverständlich fachmännisch überprüft werden. Beachtet der Fahrer alle diese Punkte, steht einem erholsamen Urlaub nichts mehr im Wege.
Wieder sind die neuen Automodelle um einen Sensor reicher. Dieses Mal können sich u. a. auch diejenigen freuen, die gerne shoppen gehen und hinterher keine Hand frei haben um den Autoschlüssel zu suchen, geschweige denn den Kofferraum zu öffnen. Bei diesem neuen System hält die Dame von Welt ihr zartes Füßchen samt High Heel einfach unter den Stoßfänger und wie durch ein Wunder öffnet sich der Kofferraumdeckel. Dieser Komfort ist leider noch nicht serienmäßig zu bekommen. Und für die Funktion muss das Fahrzeug auch mit dem Keyless Acess (automatisches Schließ- und Startsystem) ausgestattet sein. Dieses System nennt sich Easy Open und arbeitet mit einem Sensor, der sich im Bereich des Stoßfängers befindet. Eine leichte Fußbewegung genügt und der Sensor nimmt die Bewegung wahr. Für die automatische Öffnung des Kofferraumdeckels muss aber auch der Keyless Acess Autoschlüssel in der Nähe sein. Per Funk wird der Schüssel identifiziert und der Kofferraum öffnet sich. Für diese Funkerkennung darf der Schüssel nicht weiter als 1,50m von Fahrzeug entfernt sein. Ohne diesen Schlüssel können Unbefugte diesen Sensor nicht aktivieren.
Immer wieder sorgen sie für Wutausbrüche bei den anderen Autofahrern sowie für zahlreiche Behinderungen auf der Autobahn – Mittelspurschleicher. Dabei sind sie sich ihrerseits keiner Schuld bewusst. Das sie laut Straßenverkehrsordnung gesetzlich verpflichtet sind auf der Autobahn ganz rechts zu fahren, wird bewusst oder unbewusst ignoriert. Sie befahren auf der dreispurigen Autobahn die mittlere Spur, weil sie sich anscheinend hier am wohlsten fühlen. Ganz rechts sind die Lkws und ganz links die Raser. Da bleiben sie schön in der Mitte und schleichen langsam an riesigen Lkw-Lücken vorbei. Warum jetzt ganz rechts fahren, wenn dahinten schon der nächste Lkw rollt. Wer weiß, ob sie dann zurück in den fließenden Verkehr der Mittelspur kommen. Das ist für diese Autofahrer mit viel zu viel Aufregung verbunden. Da bleiben Mittelspurschleicher lieber da wo sie sind – in der Mitte. Die anderen Autofahrer können ja überholen. Da ist ja noch die linke Spur. Aber durch diese Einstellung verschlechtert sich die Fließgeschwindigkeit auf der Autobahn und es erhöht sich die Stau- und Unfallgefahr.
In gewissen Abständen sollte jeder Autofahrer den Ölstand seines Fahrzeuges überprüfen. Befindet sich die Höhe des Ölstandes nicht mehr zwischen den beiden Markierungen, muss dringend Motorenöl nachgefüllt werden. Hierbei sollte der Autofahrer darauf achten das richtige Motorenöl zu verwenden. Es gibt viele verschiedene Ölsorten, auch wenn sie fast alle gleich aussehen. Jede Sorte ist anders und erfüllt verschiedene Zwecke. Zunächst gibt es verschiedene Herstellungsarten. Es gibt Mineralöl, Teilsynthetik-Öl und Synthetik-Öl. Bei der Herstellung von Mineralöl werden Grundöle aus Erdöldestillaten verwendet. Dieses Öl ist das günstigste Motorenöl. Das Teilsynthetik-Öl enthält sowohl mineralische sowie synthetische Grundöle. Dieses Öl liegt in der mittleren Preissequenz. Das teuerste Motorenöl ist das Synthetik-Öl. Hier werden ausschließlich Grundöle verwendet, die synthetisch hergestellt werden. Ist hier die Entscheidung getroffen, muss nach Herstellervorgabe die richtige Ölsorte herausgesucht werden. Da ist zum Beispiel die Viskosität sehr wichtig, also die Dünn- bzw. Dickflüssigkeit des Öls. Das erkennt der Autofahrer an dem SAE-Grad der auf der Verpackung des Motorenöls vermerkt ist, wie zum Beispiel SAE 15W/40. Aber auch die Qualität ist wichtig. Hier findet der Käufer Abkürzungen wie API oder ACEA. Informationen für das geeignete Motorenöl findet der Autofahrer zum Beispiel im Handbuch des Fahrzeuges. Meist sind dort Empfehlungen vom Fahrzeughersteller zu finden. Manchmal kann der Fahrer auch Informationszettel über die Ölsorte im Motorraum entdecken. Dieser kann u. a. am Ölmesstabrohr befestigt sein. Mit absoluter Sicherheit kann aber der Autohändler weiterhelfen. Mit ein paar Daten aus dem Fahrzeugschein findet er die richtige Ölsorte heraus.
Die modernen Fahrzeuge sind ausgerüstet mit zahlreichen Fahrsicherheitssystemen. Eines davon ist der Abstandsregeltempomat auch ACC (Adaptive Cruise Control) oder ADR (Automatische Distanzregelung) genannt. Dieser Abstandsregeltempomat kontrolliert bei einer vorgegebenen Geschwindigkeit den Abstand zu den vorausfahrenden Fahrzeugen. Ist der Sicherheitsabstand nicht mehr gegeben, bremst der Abstandsregeltempomat automatisch das Fahrzeug ab. Mit einem Sensor ermittelt der Abstandsregeltempomat die Entfernung zum vorausfahrenden Verkehr. Verändert sich der Sicherheitsabstand reagiert der Abstandsregeltempomat je nach System entweder mit einem akustischen oder optischen Warnsignal oder leitet sogar selbst eine Vollbremsung bis zum Stillstand ein. Die „Follow to Stop“-Funktion geht sogar noch einen Schritt weiter. Sie bremst das Fahrzeug ab und beschleunigt nach kurzem Betätigen des Gaspedals selbstständig wieder bis zur zuvor eingegebenen Geschwindigkeit. Bei Fahrten auf der Autobahn kann der Abstandsregeltempomat den Fahrer entlasten. Für die Führung des Fahrzeuges ist aber immer noch der Fahrer verantwortlich, deshalb kann er auch in die Funktion des Abstandsregeltempomaten mit zum Beispiel den Betätigen des Brems- oder Gaspedals eingreifen.
Seit langem suchen Wissenschaftler nach alternativen Kraftstoffen. Da die Erdölpreise stetig steigen und die Reserven irgendwann einmal verbraucht sind, werden Alternativen immer interessanter. Bioethanol zum Beispiel wird aus Biomasse hergestellt und kann für den Betrieb von Ottomotoren eingesetzt werden. Da dieser Alkoholkraftstoff hohe Anforderungen an den Motor und dessen Bauteile stellt, ist er nicht für alle Motoren geeignet. Während eine geringe Beimischung von fünf Prozent (E5) von jedem Ottomotor ohne Probleme getankt werden kann, muss bei höher prozentigen Beimischungen der Motor umgerüstet werden oder die Voraussetzungen erfüllen. Denn für das Fahren mit stark ethanolhaltigem Kraftstoff muss der Motor mit geeigneten Dichtungen und Schläuchen ausgerüstet sein. Ethanol wird durch die Vergärung von in Pflanzen enthaltenem Zucker gewonnen. Genutzt werden dazu stärke-, zucker- und cellulosehaltige Pflanzen, wie zum Beispiel Weizen, Roggen, Zuckerrüben und Mais. Durch die Verwendung dieser Pflanzen hilft Bioethanol bei der Verringerung der globalen Kohlendioxidemissionen. Nachteilig ist allerdings, dass dieser Kraftstoff aus Nahrungsmitteln hergestellt wird. Große Anbauflächen von Nahrungsmitteln werden so für die Spritproduktion geerntet. Darunter leiden gerade die Länder der Dritten Welt. Lebensmittel, die eigentlich dringend benötigt werden, kommen dann quasi in den Tank. Daher geht auch hier die Forschung nach alternativen Möglichkeiten weiter.
Heutzutage gibt es die verschiedensten Arten von Kraftstoffen für Pkws. Während Benzin und Diesel noch die am häufigsten verwendeten Kraftstoffe sind, gibt es jede Menge alternative Möglichkeiten das Fahrzeug anzutreiben. Eine Variante ist das Flüssiggas oder LPG (Liquefied Petroleum Gas) oder aus Autogas genannt. LPG besteht aus Propan und Butan und ist ein natürliches Nebenprodukt bei der Gewinnung von Rohöl und Raffinerieprozessen. Unter Druck lässt sich dieses Gas verflüssigen. Die CO₂-Emissionen von LPG sind geringer als bei einem Benzinmotor, da es umweltfreundlicher verbrennt. Die Oktanzahl MOZ von LPG muss laut europäischer Norm mindestens 89 vorweisen. Eine Umrüstung auf Flüssiggas ist für fast jedes Fahrzeug mit Ottomotor möglich. Für den zusätzlichen Tank wird meist die Reserveradmulde genutzt. Aber auch ein Einbau im Kofferraum ist möglich, sowie ein Unterflurtank. Autofahrer, die ihre Fahrzeuge auf Flüssiggas umrüsten, brauchen mittlerweile keine Angst mehr haben, keine Tankstellen mehr zu finden die LPG anbieten. Weit über 6000 Tankstellen gibt es allein in Deutschland und auch im Ausland schreitet der Ausbau von Stationen weiter voran. Da aber das Fahrzeug meist mit LPG oder Benzin angetrieben werden kann, hat der Fahrer immer noch die Möglichkeit auf Benzin umzusteigen.

